Wann führen Funktionsstörungen zu Beschwerden?

Die Störungen der Gelenksfunktion bleiben oft lange stumm, wenn die Restfunktion und die äußeren Anforderungen noch zur Deckung kommen. Erst dann, wenn von den gestörten Gelenken etwas verlangt wird, was sie nicht leisten können oder wenn die Nachbargelenke die Defizite nicht mehr ausgleichen können und damit ebenfalls funktionsgestört werden (sogenannte Verkettung), kommt es zu Beschwerden.

Es ist leicht zu verstehen, dass es dann am ehesten zu Beschwerden kommt, wenn solche Gelenke mit Funktionsstörungen einer vermehrten oder ungewohnten Belastung ausgesetzt sind. Dies kann sowohl bei beruflich bedingten Zwangshaltungen (z.B. Friseurin, Zahnarzthelferin, Computerarbeit) als auch bei Tätigkeiten in der Freizeit oder sogar beim Sport passieren, sofern Leistungen in bisher ungewohntem Maß abgefordert werden.

Insofern kann es sogar äußerst sinnvoll sein, bereits vorsorglich nach bis dato nicht schmerzhaften Funktionsstörungen zu fahnden und diese zu beseitigen, bevor Schmerzen auftreten.