Was ist eine Funktionsstörung an Gelenken

Aber wann ist ein Gelenk in seiner Funktion gestört?

Normalerweise stehen sich zwei Gelenkflächen passend zueinander gegenüber, die Gelenkachsen stehen symmetrisch und gerade, der Knorpel ist gleichmäßig belastet, die Zugrichtung der Sehnen ist korrekt, die Bandspannung, welche die Bewegung beendet, ist symmetrisch auf beide Körperseiten verteilt.
Bei einer Funktionsstörung handelt es sich um eine eingeschränkte und asymmetrische Beweglichkeit eines Gelenks an der Wirbelsäule oder den Gliedmaßen zwischen rechts und links. Damit das Gelenk in beide Richtungen ein ausreichendes Gelenkspiel hat, sucht sich das Gelenk eine neue Mittellage – und belastet dadurch bereits seine Nachbargelenke, die dadurch neue, ungewohnte Aufgaben übernehmen müssen.
Jetzt stehen die Gelenkflächen nicht mehr passend einander gegenüber, die Gelenkachsen stehen asymmetrisch und schräg, der Knorpel ist ungleichmäßig belastet, die Zugrichtung der Sehnen ist verändert, die Bandspannung, welche die Bewegung beendet, ist seitenungleich. Daraus folgt die Asymmetrie in der Körperhaltung und in den Bewegungsabläufen. An Arm und Bein sind die Störungen im Seitenvergleich erkennbar. Die WIRBELSÄULE muss diese Asymmetrie durch seitliche Verbiegung ausgleichen, es entsteht eine seitliche Verkrümmung, die so genannte SKOLIOSE.

Das wichtigste Gelenk in dieser Hinsicht ist das sogenannte Ileosakralgelenk (ISG), welches - paarig angelegt – das untere Ende der Wirbelsäule, das Os Sakrum, nach beiden Seiten hin mit dem Beckenknochen, dem Os Ileum, verbindet.

Die Folgeerscheinung der Skoliose ist damit zu erklären, dass unser Gehirn die Fehlstellung aller funktionsgestörten Gelenke wahr nimmt und durch Befehle an die Muskulatur eine Korrektur in der gesamten Körperhaltung herbei führt. Das hat seinen Grund darin, dass die Augen und das Gleichgewichtsorgan sozusagen „ordentliche Verhältnisse“ fordern, welche durch jene Korrektur der Körperhaltung zu gewährleisten ist.
Dabei ist es fast egal, wo die erste Funktionsstörung gelegen hat, ob an Gliedmaßen oder im Wirbelsäulenbereich.

Wichtig für das Verständnis der Schmerzentstehung ist es zu wissen, dass die Fehlstellung der Gelenke zu einer Verminderung der Durchblutung in der Gelenksumgebung und damit dort auch zu Entzündungserscheinungen führt, die dann die Schmerzwahrnehming hervorrufen.